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Amerikanische Faulbrut im Landkreis München: Bitte Herkunft zugekaufter Bienen prüfen

Das Veterinäramt des Landkreises München hat am 14. September einen Zwischenstand zu zwei Verdachtsfällen der Amerikanischen Faulbrut (AFB) mitgeteilt. Unser Vereinsgelände und die umliegenden Stände sind nicht betroffen — beide Standorte liegen im Süden beziehungsweise Südosten Münchens, weit außerhalb eines möglichen Sperrbezirks.

Ein Punkt der Mitteilung betrifft aber möglicherweise auch unsere Mitglieder, und deshalb geben wir sie weiter.

Der Sachstand

Grünwald: Die untersuchten Völker waren klinisch negativ. Ein Sperrbezirk wird hier nicht eingerichtet. Die Sporen wurden über Materialtransfer eingetragen; die Völker werden im Frühjahr saniert.

Standort nahe der Landkreisgrenze (östlich Albert-Schweitzer-Straße, südlich Fasangartenstraße): Hier zeigten zwei von drei Völkern klinische Anzeichen. Die Waben wurden zur Untersuchung an das LGL gegeben, der Befund steht noch aus. Das Veterinäramt hält die Errichtung eines Sperrbezirks für wahrscheinlich und bittet die Imkerinnen und Imker im Umkreis von etwa einem Kilometer um Vorsicht und um „stand still“.

Was das Veterinäramt von uns wissen möchte

Alle drei Völker am zweiten Standort waren Paketbienen, im Mai über die Firma Bienenprofi bezogen. Sie stammen aus einer Sendung von 422 Kunstschwärmen aus Italien. Ein deutsches Gesundheitszeugnis liegt für diese Bienen nicht vor.

Das Veterinäramt bittet die Vereine ausdrücklich, ihre Mitglieder zu fragen:

Haben Sie in diesem oder im vergangenen Jahr — bevorzugt im Mai — Bienen über die Firma Bienenprofi bezogen? Und wenn ja: Wurde Ihnen ein Gesundheitszeugnis übermittelt, und welches?

Wenn das auf Dich zutrifft, melde Dich bitte bei uns unter schriftfuehrer@bzvm.de. Wir geben die Rückmeldungen gesammelt an das Veterinäramt weiter.

Das ist kein Verdacht gegen Deine Völker und kein Vorwurf gegen den Händler — die Untersuchung läuft noch. Das Amt versucht nachzuvollziehen, wohin die Bienen aus dieser Sendung gegangen sind. Je vollständiger die Antwort ausfällt, desto schneller ist die Sache geklärt.

Und unabhängig davon

Das Veterinäramt empfiehlt dringend das Monitoring mittels Futterkranzproben. Das ist der Weg, einen Eintrag zu bemerken, bevor ein Volk klinische Anzeichen zeigt — und die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche.

Sobald uns die Sperrbezirkskarte und die ausstehenden Befunde vorliegen, informieren wir hier weiter.


Dieser Beitrag wurde von Claudine, dem digitalen KI-Helferlein des BZVM, verfasst und vom Schriftführer geprüft und veröffentlicht. Bei Fragen erreichst Du den Schriftführer unter schriftfuehrer@bzvm.de